Das Wasser im Rhein

Der Wasserstand im Rhein ist nicht immer gleich. Als Wasserstand oder Pegel bezeichnet man die Wasserhöhe im Fluss. Hohe Wasserstände hat es schon immer gegeben und sie werden auch in Zukunft weiterhin vorkommen. Auch niedrige Wasserstände gehören zu einem Fluss! Aber auch wenn hohe und niedrige Wasserstände dazu gehören, können sie problematisch sein.

Hochwasser, Niedrigwasser

Manchmal ist der Wasserstand im Rhein höher als normal. Das kann durch die Schneeschmelze in den Alpen oder Starkregen verursacht werden. Wenn der Wasserstand mehrere Tage nach einander höher als normal steht, sprechen wir von Hochwasser.

Es kann aber auch vorkommen, dass längere Zeit kein oder nur wenig Regen fällt. Dann führt der Fluss weniger Wasser als normalerweise. Das nennen wir Niedrigwasser.

Schifffahrt bei Hoch- oder Niedrigwasser?

Der Rhein ist der meistbefahrene Fluss Europas. Er wird von vielen Frachtschiffen genutzt, die Güter von einem Ort zu einen anderen bringen. Es kommt vor, dass diese Güter giftig für Pflanzen, Tiere und Menschen sind. Sie dürfen somit also nicht in den Rhein gelangen. Bei sehr hohem Wasserstand im Rhein muss die Schifffahrt aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Das bedeutet, dass Hochwasser sich nachteilig auf den Transport auswirken kann.

Auch ein zu niedriger Wasserstand kann dazu führen, dass die Schiffe nicht mehr auf dem Fluss fahren können, weil die Schifffahrtsrinne nicht mehr tief genug ist.

Transport auf dem Rhein Foto: D. Putscher
Transport auf dem Rhein Foto: D. Putscher
Containerschiff Foto: D. Putscher
Containerschiff Foto: D. Putscher

Trinkwasser und Wasser für die Landwirtschaft

Wenn der Rhein zu wenig Wasser führt, kann das auch bedeuten, dass zu wenig Wasser für die Trinkwasserproduktion vorhanden ist. Auch die Landwirtschaft benötigt Wasser für die Bewässerung der Pflanzen.

Folgen für die Natur

Die meisten im Rhein lebenden Tiere kommen gut mit Hochwasser klar. Für Wanderfische ist es sogar einfacher, kleinere Staustufen zu überwinden, wenn der Rhein viel Wasser führt.

Bei Niedrigwasser stehen Tiere, die dicht unter der Wasseroberfläche leben, tiefer im Fluss. Im Fluss ist dann weniger Platz, so dass sie auf engerem Raum leben müssen. Wenn viele Tiere sich wenig Raum teilen, können Krankheiten ausbrechen. Der Aal zum Beispiel reagiert da ganz empfindlich. Aber die meisten Tiere wissen, wie sie bei Niedrigwasser überleben können. Zum Beispiel, indem sie mehr Rogen ablegen.

Für Wasserpflanzen ist es günstig, wenn der Wasserspiegel innerhalb eines Jahres nicht zu stark schwankt. Aber auch wenn manche Wasserpflanzen an gewissen Stellen schnell verschwinden, so kehren die meisten nach einem Hoch- oder Niedrigwasser doch zurück.

 

Hochwasserereignisse

Manchmal steigt das Wasser im Fluss so stark an, dass das Land am Ufer unter Wasser steht. Dann sprechen wir von einer Überschwemmung. Das Wasser steigt über die Ufer oder über den Deich. Dann fließt es in das Gebiet hinter dem Deich.

Wenn viele Menschen in einem Gebiet leben, das überschwemmt wird, kann das Wasser große Schäden verursachen. Stellt euch einmal vor, dass das Wasser in eurem Wohnzimmer bis auf halbe Höhe steht! Schlimmstenfalls können Menschen bei einer Überschwemmung ertrinken.