Bei Hochwasser besteht Überschwemmungsgefahr. Einer der Gründe dafür ist, dass die Landschaft am Rhein immer mehr vom Menschen geprägt worden ist. Häuser und Betriebe sind gebaut worden und haben immer weniger Raum für den Fluss gelassen. Somit steigt die Wassertiefe. Nehmt Euch mal ein breites Schälchen und füllt ein wenig Wasser hinein. Gießt das Wasser anschließend in ein schmales Glas. Ihr seht: der Wasserstand im Glas ist höher als im Schälchen.

Weniger Raum, Wasserspiegel höher
Weniger Raum, Wasserspiegel höher
Kleinere Öffnung, härterer Strahl
Kleinere Öffnung, härterer Strahl

Aber in einem Glas fließt das Wasser nicht. Im Fluss schon. Wenn nun der Fluss weniger Raum hat, muss das Wasser schneller abfließen. Das heißt, dass der Fluss schneller fließt. Denkt mal an einen Gartenschlauch, den ihr zuklemmt. Dann muss das Wasser durch eine kleinere Öffnung fließen und der Wasserstrahl wird kräftiger. Das Wasser im Rhein fließt heute mehr als doppelt so schnell wie früher.


Kulturlandschaft

Eine vom Menschen geprägte Landschaft nennen wir eine Kulturlandschaft. Im Laufe der Zeit hat sich das Gebiet, durch das der Rhein fließt, immer mehr zu einer Kulturlandschaft entwickelt.

Das Land am Rhein wird landwirtschaftlich genutzt und es stehen Häuser und Fabriken am Fluss. Um diese Gebiete vor dem Wasser zu schützen, wurden an vielen Stellen Deiche angelegt. Auch Deiche sind Teil einer Kulturlandschaft.

 

Naturlandschaft

Eine Landschaft, die ganz durch die Natur geprägt ist, nennen wir eine Naturlandschaft. Wälder und Seen zum Beispiel. Früher gab es im Einzugsgebiet mehr Naturlandschaften. Damals konnten die Gebiete am Rhein viel zusätzliches Wasser aufnehmen. Es war nicht weiter schlimm, wenn sie ab und zu überflutet wurden.